German Befindlichkeit - Preview images by son hinaki
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Kleine Vorschau – Sono Hinaki’s neue Foto-Serie

Sono Hinaki macht Bilder. Und er ist beizeiten ein wenig anstrengend. Seinem Anspruch glaubt er nur selten gerecht zu werden. Darum sieht man seine Bilder nur selten – er rückt seine Werke meistens einfach nicht heraus.

Darum macht es uns auch ein wenig stolz, dass wir hier zumindest eine kleine Vorab-Auswahl seiner Serie „German Befindlichkeit“ zeigen dürfen. Mehr über ihn und diese Bilder berichten, das hat er uns leider untersagt (wir sagten es ja: er ist beizeiten ein wenig anstrengend).

Exponat der Ausstellung Stadtklang//:Hörorte
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Ausstellung Stadtklang//:Hörorte

Das Forum für Kunst und Architektur zeigt leider nur noch bis einschließlich kommenden Mittwoch, 18. Juni 2103 von Frank Schulte die Ausstellung Stadtklang//:Hörorte. „Was ist für Dich der typische Klang Deiner Stadt?“ Mit dieser Frage ludt Frank Schulte uns Essener Bürger ein, unsere wichtigsten oder schönsten Klänge und Klangorte vorzustellen und unsere Geschichten dazu zu erzählen. …

Folkwang Kulturhaltestelle bei Nacht
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Das Tor der Stille

Tagsüber gerne überlaufen, entwickeln manche Orte zur Nacht ihre ganz eigene Magie. Der eine oder andere Ort wird dann zu einem Hort einer ganz eigenen Ruhe. Und das ist etwas, das man oft – zu oft – gar nicht mitbekommt. Wie zum Beispiel die Kulturhaltestelle direktemang vor dem Essener Museum Folkwang.

An diesem Kleinod kommt oder besser fährt man des Nächstens gern vorbei – allenfalls. Dann nimmt man es vielleicht nur mit einem Seitenblick wahr, einen kurz aufflackernden Moment. Und das ist schade, wird dem Ort kaum gerecht. So geht es nicht nur diesem, sondern einer ganzen Legion von Orten. Ich nenne das die Legion der vergessenen Stillen, einer Legion, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Womit ich nicht sagen will: „Kommt nach Essen und schaut Euch das Ding bei Nacht an.“ Das wäre Unfug. Vielmehr lautet das Gebot: „Entdecke Deinen eigenen Legionäre der vergessenen Stille. Und entdecke sie nicht mit den Augen, sondern mit allen Sinnen.“

Getreu nach dem alten Motto „Heilig halte die Ekstasen.“

URBANSCREEN-Installation 320° Licht im Gasometer Oberhausen
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Gasometer Oberhausen: „Der schöne Schein“ vs URBANSCREEN „320° Licht“

Die aktuelle Ausstellung Der schöne Schein im Gasometer Oberhausen ist eindeutig eine zweiteilige Angelegenheit für mich.

Das Gute, mich sehr Beeindruckende ist die Installation 320° Licht von URBANSCREEN. Sie  allein war und ist es mir wert, die Ausstellung besucht zu haben und weit über eine Stunde darin zu versinken. Ja, die Architektur des Raumes gibt einen Betrachtungspunkt gleichsam vor – mit den Treppen des Gasometers. Es ist meiner Ansicht nach nicht der beste Platz in die Installation aus Klängen und bewegten graphischen Mustern einzutauchen. Der ist genau in der Mitte des Gasometers auf dem Boden liegend, den Blick nach oben gerichtet. Wer das ebenfalls so tun will, der sollte sich das mitbringen, was ich auch beim nächsten Mal dabei haben werde: eine Decke.  Denn der Boden, eine Stahlplatte, ist irgendwann doch sehr kalt.

Wer einen Eindruck braucht, schaue sich das bei Vimeo bereitgestellte Video an, das über die Seiten von URBANSCREEN  oder des Gasometers leicht zu erreichen ist.

Der andere Teil der Ausstellung Der schöne Schein folgt meiner Ansicht nach einem musealen Bildungsauftrag. Das Parterre und die erste Etage widmen sich den verschiedenen Facetten des Themas Darstellung des Schönen in der Kunst verschiedenster Epochen. Das hier gezeigte Arrangement zeigt sicher neue Blickrichtungen, wenn man sich mit dieser Frage und mit Kunst noch nicht so sehr beschäftigt hat.  Dann mag das lehrreich sein. Schade fand ich, dass alle Exponate Repliken oder Fotografien sind. Besonders zahlreiche Gemälden leiden unter dem – zwangsläufigen – Qualitätsverlust. Kurz: dieser Teil ist für mich nicht wirklich nötig.

Gleichwohl kann ich verstehen, dass sich die Macher der Ausstellung für dieses Vorgehen entschieden haben. Denn nur eine Installation ist sicher nicht der quantitative Anreiz, die notwendige Besucherzahl anzulocken – und dies ist sicher auch unter pekuniären Aspekten nicht ganz ohne Belang.

Für mich ist 320° Licht Anreiz genug für den einen oder anderen weiteren Besuch. Und es Grund für eine ganz klare Empfehlung.

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Wenn Wikipedia die „allwissende Müllhalde“ des Internets ist, was ist dann Archive.org?

Bitte wer oder was ist archive.org? Mich erstaunen immer wieder zwei Dinge:

  1. Wer alles das Internet Archiv archive.org eben nicht kennt (Bildungslücke!)
  2. Was man dort alles findet: von Audio-Mitschnitten wichtiger Reden über Bilder der Mondlandungen bis hin zu gesicherten Webseiten.

Von sprödem Charme ist die Bedienung, unergründlich ist der Fundus der Daten (angeblich 150 Petabyte). Kurz archive.org bietet genügend Stoff für alle langen Winterabende bis ans Ende aller Tage

Bunteflecken
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Ektoplazm: Auf die Ohren

Gelegentlich (Na gut: öfter) höre ich gerne elektronische Musik unterschiedlichster Coleur. Und Ektoplazm bietet ein krudes Universum, in das ich gar zu gerne abtauche. Wenn Dir Goa, Tribe, Glitch, Downtempo, Dub, Trance, Ambient und Co. was sagen und Du nicht sofort schreiend wegrennst, könnte das vielleicht auch was für Dich sein. Wenn ja: Viel Spaß damit.

Es gibt Tonnen an Creative Commons-Musik als MP3, WAV oder FLAC, stets neues Futter, monatliche Hitlisten und für Netlabel eine erstaunlich einfach zu bedienende Webseite.

Mögen Deine Ohren qualmen.